Erfahrungsbericht

Erfahrung von Sabine Preuß

Das Unfassbare und ziemlich Schrecklichste, was ich in meinem Leben erfuhr, kam im Nachhinein gesehen mit vielen Vorwarnungen und Ankündigungen auf mich zu. Ich hatte in den letzten 12 Jahren im Durchschnitt alle 2 Jahre einen Hörsturz. Es wurde behandelt und ging vorüber. Den Tinnitus, den ich daraufhin regelmäßig hatte, ertrug ich als kleineres Übel. Dieses Jahr aber wurde alles anders.
Im Februar hatte ich erneut einen Hörsturz.
Ich ging trotzdem zur Arbeit, da ich die Stelle als Leitung in einer Kita erst im Januar angetreten hatte.
Das hoch dosierte Kortison setzte mir ziemlich zu, aber ich zwang mich durchzuhalten.
Ich spürte aber, dass ich mich nicht so richtig erholte.
Das Hamsterrad drehte sich weiter, viele Belastungen im Beruf sowie Zuhause, ein erneuter Hörsturz, der nächste folgte und dann der endgültige Zusammenbruch.
Es zwang mich buchstäblich zu Boden.
Schwindelattacken, begleitet von Hörverlust, plagten mich, ich konnte nicht mehr am Leben teilnehmen. Ich konnte weder zur Arbeit, noch einkaufen.
Es blieb nichts übrig, von dem was ich sonst machte.
Die Angst war übermächtig.

Ich bin alleinerziehend und für alles verantwortlich und fragte mich:
Wie soll ich meinem Kind die Heimat erhalten in diesem Zustand? Machtlose Ärzte mit grausamen Diagnosen.
Mein ganzes Leben schien sich aufzulösen.
Alles im Verschwinden, als wäre ich nie eine starke Frau gewesen, die alles gestemmt hatte, niemals aufgab.
Meinen Sohn so verzweifelt zu erleben, erstarrt, in Anbetracht seiner hilflosen Mutter, immer zur Hilfe da, im Krankenwagen…
Zuhause, wenn ich merkte, der Schwindel geht los.
Er tat mir so unendlich leid. So überfordert vom Leben. Wir waren so gemartert und gebeutelt.
Ein großes, schwarzes Loch, in das wir zu verschwinden drohten.
Und wenn du denkst es geht nicht mehr, kommt irgendwo ein Lichtlein her.
Ich glaubte nicht mehr daran und doch geschah es.
Und während ich an das erste Gespräch mit Birgit denke, kommen mir noch immer die Tränen.
Durch Birgits Facebook Gruppe “ Endlich Ruhe vor Tinnitus und Hörsturz“ kamen wir in Kontakt.
Ich hatte keinerlei Hoffnung und verstand nur Bahnhof und vor allem wollte ich keine Hoffnung, die wieder zerstört werden.
Aber Birgit ließ sich nicht beirren.
Und doch passierte es, das Wunder!
Irgendwie brachte sie es fertig, zu mir durchzudringen.
Durch viele dunkle Wolken, durch das Meer der Hoffnungslosigkeit.

Bei einem Gespräch entschied ich mich für ihr Coaching, ich hatte das Gefühl, ich kann ihr vertrauen.

Ich hatte zu diesem Zeitpunkt mehrere hoch dosierte Stoßtherapien Kortison hinter mir und nahm einiges an Medikamenten zu mir, was mich zusätzlich schwächte, aber nicht half.
Einen Tag später merkte ich bei einem Gespräch, wie mir urplötzlich mein linkes Ohr, wieder aufging.
Ich dachte zuerst, das wird nur für ein paar Minuten sein.
Aber ich höre bis heute wieder, was auch der Test in einer HNO-Klinik bestätigte.
Ich stand da und dachte, was jetzt wohl kommen mochte, der Druck ließ nach im Nacken, im Kopf.
Ich fuhr nach Hause.
Ich spürte, es ändert sich was.
Die Hoffnung stellte sich ein….
Seit langem erlaubte ich mir, wieder zu hoffen.
Daheim ging ich im Garten auf meinen Sohn zu,ich weiß es noch als wäre es gerade eben.
Er sagte:
Mama, Was ist los???
Ich sagte:
Es ist vorbei…
Der Alptraum ist vorbei!!!!!!!
Er sah mich ungläubig an.
Schau her! , rief ich.
Ich breitete meine Arme aus und drehte mich, sah oben die Sonne, die Bäume, meinen Sohn seinen Welpen an sich gedrückt, mit erst entsetzten und dann bei jeder Umdrehung glücklicher werdenden Augen.
Der schönste Augenblick, den man sich vorstellen kann und wir werden ihn nie vergessen.
Und auch nicht die Zeit danach.
Denn es blieb dabei.
Der Schwindel kehrte nicht zurück.
Am nächsten Tag setzte ich alle Tabletten ab.
Denn ich wusste mit Sicherheit, dass ich sie nicht mehr brauchte.
Der Hörtest ergab, dass ich fast wieder so gut hörte wie vorher.
Meine Augen wurden beidseitig innerhalb kurzer Zeit um 0,9 Dioptrien besser.
Vier Tage später ging ich wieder zur Arbeit.
Bis heute bin ich dort, trotz großer Belastung und Verantwortung für Kinder und Personal.
Keine Worte der Welt können ausdrücken, wie dankbar ich Birgit bin, die sich unserer annahm und das Leben zurück brachte. Möge sie alles zurückbekommen, was sie aussandte!